Sarastros eigene Staudenzüchtungen, Vita Christian Kreß

Wir sind ständig bemüht, Neueinführungen und Wildstauden aus den unterschiedlichsten Ländern, aber besonders auch eigene, hier selektierte Sorten auf den Markt zu bringen. Seit vielen Jahren beobachten und sichten wir. Und was uns als gartenwürdig erscheint, bekommt nach einigen Jahren der Beobachtung einen Sortennamen und wird weitervermehrt.
Manche unserer Sorten haben inzwischen sogar weltweite Verbreitung erfahren, so beispielsweise Sedum rupestre 'Angelina', Campanula 'Sarastro', Nepeta 'Blue Danube', Geranium maculatum 'Schokoprinz' und viele andere Sorten. Wir betrachten das Selektieren neuer Sorten als Notwendigkeit, damit immer wieder Neues das Alte ersetzt. Aber auch als Spaß an der Freude, denn oft spielt Zufall und das "richtige" Auge für das Wesentliche hier eine wichtige Rolle!

Eine neue Sorte sollte schließlich eine deutliche Verbesserung älterer Sorten sein und sich somit von diesen auch sichtbar unterscheiden. Man kann hier gar nicht kritisch genug sein, das Sortiment ist durch seine Sortenvielfalt ohnehin schon unübersichtlich genug und Neues muss nicht per se besser als Älteres sein! Letztendes aber entscheidet der Markt und somit ausschließlich der Gartenliebhaber, was sich auf Dauer durchsetzt und was für längere Sicht brauchbar sein wird. Schade nur, dass ältere, bewährte Sorten dabei immer mehr unter die Räder kommen. Patentierte, geschützte "Schnellschüsse" sind nicht das unsere, aber heutzutage leider immer mehr an der Tagesordnung. Wie auch immer solche entstanden, vieles davon verschwindet meist wieder von selbst.

Denn bei einer neuen Sorte ist es relativ unerheblich, ob diese durch jahrelanges Selektieren oder durch gezielte Kreuzungen entstand und somit einen immensen züchterischen Aufwand hatte. Sie kann auch durch puren Zufall in einem Sämlingsbestand gefunden worden sein oder war ein Zufallsfindling aus der Natur. Viele der bekanntesten und beliebtesten Staudensorten sind auf diese Weise entstanden. Auch berühmte Staudenzüchter wie Ernst Pagels, Karl Foerster und andere betrieben größtenteils Auslesezüchtung, ihr Erfolg war ihr scharfsinniges Auge. Komplizierte und aufwändige Zuchtlinien brauchen also dabei gar nicht unbedingt zum großen Erfolg führen. Viel wichtiger erscheint uns hingegen, dass eine vielversprechende Neuheit zunächst als außergewöhnliche Sorte erkannt wird und dabei nicht nur gesund, sondern primär auch standfest, reichblühend und vor allem am richtigen Standort entsprechend dauerhaft im Garten ist. Erst durch die Sichtungsgärten sollte bewiesen werden, wie hoch der Gartenwert einer Sorte tatsächlich ist.

Die meisten unserer eigenen Sorten finden Sie im Webshop und können diese jederzeit bestellen. Viele unserer Selektionen sind bereits ein fixer Bestandteil des allgemeinen Sortimentes vieler Staudengärtnereien. Bei anderen handelt es sich um reine Liebhabersorten, die nur geringen Marktwert haben, jedoch trotz allem wertvolle Gartenstauden darstellen.

Staudenzüchtung

Iran 2015, unterwegs in den Hyrcanischen Regenwäldern am Kaspischen Meer

Untenstehend in chronologischer Reihenfolge alle selektierten Sorten von Christian H. Kreß

  • Sempervivum ‘Ankogel‘ – 1987 – (Eine Hauswurz mit dunkelroten, behaarten Rosetten, gefunden in einem Garten in Mallnitz/Oberkärnten)
  • Stachys macrantha ‘Selim‘ – 1989 – (hellrosa, sehr kompakter Wuchs, ausgelesen aus einer Absaat von Samen vom Naturstandort)
  • Aster dumosus ‘Augenweide’ – 1989 – (CK, Einführung Feldweber. Dunkles Violett, reichblühend, eine echte Kissenaster!)
  • Caltha palustris ‘Osternach’ – 1989 – Findling aus dem Osternachtal, mit riesigen Einzelblüten. Leider sehr wahrscheinlich verschollen.
  • Aconitum carmichaelii ‘Faun’ – 1990  (kompakter Wuchs, nur 50 cm hoch, späte Blütezeit)
  • Tradescantia longipes ‘Fritz Kummert’ – 1990 (leuchtend rote, sitzende Blüten)
  • Erodium ‘Ronda’ – 1990 (rosalila, graues Blatt) Leider verschollen
  • Campanula ‘Sarastro‘ – 1991 – (C. punctata var. hondoense x C. trachelium), großblumig, steril, remontiert laufend
  • Ligularia dentata ‘Franz Feldweber’ – 1992 – (CK, Einführung Feldweber. Dunkler Blattaustrieb, dunkelgelbe Blüten, niederer Habitus)
  • Geranium x cantabrigiense ‘Rosalina’ – 1992 – (Lilarosa, reichblühend)
  • Aster dumosus ‘Isis‘ – 1994 – (helles Lilarosa, sehr trockenheitsresistent)
  • Sedum rupestre ‘Angelina‘ – 1996 – (gelbblättrige Triebmutation, entdeckt in einem kroatischen Garten)
  • Geranium phaeum ‘Walküre‘ – 1997 – (lange Blütezeit, hellblaue Blüten, hohe, lockere Blütenstände)
  • Artemisia abrotanum ‘Zicksee‘ – 1997 – (Kompakte Auslese mit glänzenden Blättchen)
  • Artemisia santonicum ‘Silberschleier’ – 1997 – Besonders silbriggraue Form, lockerer, ansprechender Wuchs!
  • Artemisia pontica ‘Apetlon’ – 1997 – Im Gegensatz zur kultivierten Form besonders silbrige Blattfarbe! Wildfund aus dem Seewinkel
  • Geranium x oxonianum ‘Königshof’ – 1997 – (großblumige Sorte mit tief rosaroten, geaderten Blüten, blüht sehr lange nach)
  • Geranium phaeum ‘Pannonia’ – 1998 – (leuchtend gelber Austrieb der Blätter, dunkle Mitte, braune Blüten)
  • Polygonatum multiflorum ‘Kaspar Hauser’ – 1999 – (Sehr dunkler Austrieb, vergrünt später, wird hoch)
  • Anemone x lipsiensis ‘Schwefelfeuer’ – 1999 – (Findling aus dem Antiesental mit hellgelben Blüten)
  • Anemone ranunculoides ‘Antiesen’ – 1999 – (relativ großblumige Form aus dem Antiesental des Innviertels)
  • Galanthus nivalis ‘Baronin Ransonet’ – 2000 – (Reichblühende und sehr wüchsige G.-nivalis-Auslese aus einem Park am Attersee. Nichts Besonderes!)
  • Galanthus elwesii ‘White Wings’ – 2001 – Nach oben gedrehten Petalen und grünen äußeren Tipps. Wächst schlecht, ist aber außergewöhnlich und sehr selten!
  • Hepatica nobilis ‘Maria Theresia’ – 2001 – Gefunden 1985 auf einem Friedhof, von mir 2001 benannt. Schönste der blau gefüllten, aber selten und kostbar, schwierig in Vermehrung und Kultur!
  • Nepeta ‘Blue Danube‘ – 2001 – (kompakter Dauerblüher, wurde 2009 von der Sichtungskommision mit ***  ausgezeichnet
  • Galanthus nivalis ‘Aprilröckchen‘ – 2002 –  Blüht als eines der wenigen Schneeglöckchenauslesen extrem spät, ab Ende März, oft erst Anfang April
  • Hosta ‘Zwutschgerl‘ – 2004 – (eine der allerkleinsten, panaschierten Funkien, ähnelt ‘Kifukurin Ko Mame’!)
  • Perovskya ‘Sextant‘ – 2005 – (niedriger Typ mit dunkellila Blüten und graugrünen Blättern)
  • Aster ericoides ‘Henriette’ – 2005 – Kompakte, standfeste Auslese mit kleinen, zartrosa Blüten. Blüht früh und reich.
  • Sanguisorba ‘Scapino‘ – 2006 – besitzt lange, dunkelrote, leicht hängende Blütenrispen, mittelfrüh, sehr eindrucksvoll! Bekam ** in der Sichtung!
  • Anemone nemorosa ‘Tilo’ – 2006 – (Großblumig, dunkelrosa abblühend, stammt aus dem Garten von Georg Uebelhart und wurde von mir nach seinem Sohn benannt)
  • Miscanthus sinensis ‘Aldebaran’ – 2007 – (plauschige Wedel, sehr reichblühend, 160 cm)
  • Nepeta racemosa ‘Leporello’ – 2007 –  panaschierte Sorte, Sport von ‘Walker’s Low’, schlägt gelegentlich zurück. Wahrscheinlich nicht mehr vorhanden!
  • Anemone nemorosa ‘Marcelina‘ – 2007 – (blüht hellrosa auf und dunkelrot ab, benannt nach der Tochter von Georg Uebelhart)
  • Delosperma obtusum ‘Pink Zulu‘ – 2007 – (rote Knospen, aufgeblüht hellseidigrosa, vollkommen winterhart. Blüht zuverlässig nach!
  • Peucedanum ostruthium ‘Iris’ – 2007 –  Die Blätter sind besonders im Austrieb grünlichgelb panaschiert.
  • Chrysanthemum ‘Gerlinde’ – 2007 –  großblumig, helllilarosa, einfache Blüten, die einen hellen Ring aufweisen. Mittelfrüh
  • Phlox paniculata ‘Ostinato’  – 2007 –  Sehr ungewöhnlicher Phlox mit Stern in der Blütenmitte, die Farbe ändert sich laufend, der helle Stern bleibt dagegen über die gesamte Blütezeit bestehen!
  • Paeonia officinalis ‘Fritzi‘ – 2008 – (extrem niedriger Typ mit lilaroten Schalenblüten)
  • Geranium x oxonianum ‘Tic Tac’  – 2008 – stark gefleckte Blätter, zahlreiche lachsrote Blüten, sehr kompakter Wuchs.
  • Echinacea angustifolia ‘Wuschelkopf’  – 2008 – Aus ‘Doppeldecker’ selektierte, besonders schöne Form mit extrem großen, dahlienförmigen Blüten, die im Aufblühen eine vollkommen anderen Charakter besitzen!
  • Salvia nemorosa ‘Eos’  – 2009 –  rosarot, sehr kompakte, standfeste Sorte. Wurde früher auch unter dem Namen ‘Morgenröte’ verbreitet. Hervorragend trockenheitsresistent! Remontiert zuverlässig.
  • Anemone ranunculoides ‘Prinz Eugen’ – 2009 – tief gefüllte Blüten, gelb. Ein attraktiver Zufallsfindling aus einem Wiener Innenhofgarten.
  • Anemone ranunculoides ‘Nannerl’ – 2009 – Zunächst als ‘Flore Pleno Mini’ im Handel, von uns neu benannt.
  • Helianthus ‘Simon Wiesenthal’ – 2009 –   Zitronengelbe Blüten, sehr kontrastreiche, nahezu schwarze Stängel. Blütezeit extrem lange, von Ende August bis mindestens Ende Oktober.
  • Penstemon x mexicale ‘Tabasco’ – 2009 –  dunkelroter Dauerblüher, sehr gut winterhart! Entstanden aus einer Kreuzung von ‘Red Rocks’ x ‘Sally Walker’
  • Pulmonaria officinalis  ‘Tarantella’ – 2009 – Eine Form des einheimischen Lungenkrautes, welches gelblich panaschierte Blätter besitzt. Naturfindling, von meiner Angestellten, von mir benannt.
  • Galanthus elwesii ‘Anna‘ – 2010 – (Sehr gartenwürdiger, wüchsiger und großblumiger Typ, extrem reichblühend. Besitzt grünlichgelbe Fruchtknoten)
  • Sanguisorba ‘Figaro’  – 2010 – lange, weiße, auffallend breite, leicht hängende Blütenähren, sehr standfest, blüht im Sommer! Bekam ** in der Sichtung!
  • Nepeta ‘Florina’ – 2010 – Hellrosa blühende Katzenminze mit 50 cm Höhe, welche kontrastreiche, dunkelrote Brakteen besitzt. Verbesserung von ‘Dawn to Dusk’
  • Aster novi-belgii ‘Strammer Max’ – 2010 – hellblaue Blüten, straffer, gesunder Wuchs, 150 cm. Eine Glattblattaster mit Wildcharakter
  • Delosperma brunnthalerii ‘Bernadette’ – 2010 – rosarot, mit lilarotem Auge, relativ gut hart.
  • Solidago ‘Hiddigeigei’ – 2011 – Der Austrieb der Triebe und Blätter ist leuchtend gelb, in der Dämmerung wie Katzenaugen!
  • Nepeta ‘Poseidon’ – 2011 – (N. grandiflora x N. racemosa), Sterile Beetsorte, blüht gut nach. Sehr dichte Blütenrispen!
  • Galanthus nivalis ‘Leitha’ – Großblumiges Schneeglöckchen mit außen grüner Strichlierung
  • Galanthus nivalis ‘Eszterhazy’ – Zwergform mit grüner Zeichnung auf den äußeren Blütenblättern
  • Galanthus nivalis ‘Pannonia’  –  Großblumige, poculiforme Auslese in reinem Weiß
  • Tradescantia x andersoniana ‘Blauracke’ – 2012 – weiß-blau gestreifte Blüten, die Farben ähneln den bayrischen Landesfarben.
  • Salvia pratensis var. acaulis ‘Leondinger Zwerg’ – 2012 – Ausgelesen aus einer kurzgestielten Variante, ähnelt eher einem Drachenkopf!
  • Helianthus ‘Helios’ – 2012 –  sehr gr0ße, sternförmige Einzelblüten, Wuchs ähnlich H. x kellermanii, behaarte, hellgrüne Blätter
  • Monarda ‘Tante Polly’ (M.-fistulosa-Hybride)  – 2012 –   hellrosa Blüten, weitestgehend mehltaufrei, sehr ausdauernd
  • Monarda ‘Rebecca’  (M.-fistulosa-Hybride)  – 2012 –   rosarote Blüten, -“-
  • Monarda ‘Huckleberry’  (M.-fistulosa-Hybride)  – 2012 –   violette Blüten, -“-
  • Geranium maculatum ‘Schokoprinz’ -2013-  Dunkelbrauner Austrieb, später das ganze Jahr über braune Blätter, dunkelblaue Blüte. Wüchsige Überraschung der letzten Jahre!
  • Phlox divaricata ‘Borboletta’ – 2014 – Waldphlox mit hellblauen Blüten, die ein rötliches Auge aufweisen. Wüchsig und reichblühend! Borboleta – Schmetterling (Leider verschollen!)
  • Allium schoenoprasum ‘Augenschmaus’ – 2015 – reichblühender, purpurlila Schnittlauch mit sehr großen, dichten Blütenköpfen
  • Aster x amethystinum  ‘Herbstleuchten’ – 2015 – purpurfarbene, kleinblumige Hybride zwischen A. ericoides und A. novae-angliae. Mehltaufrei.
  • Aster ‘Oktoberkaskade’ – 2015 – unglaublich breit ausladende und reichblühende, hellblaue Aster. Vermutlich eine Hybr. zwischen einer A. ericoides  und A. n.b. ‘Le Vasterival’
  • Galanthus nivalis ‘Donauprinzessin’ (Sandersii-Group) – 2015 – dunkelgraugrüne Blätter, die am Boden aufliegen, gelber Fruchtknoten und gelbe S. Von uns benannt und in den H. gebr.
  • Galanthus nivalis ‘Donauüberraschung’ – 2015 – Wie bei ‘Blonde Inge’ grüner Fruchtknoten, innen gelbe Flecken, aber etwas großblütiger und in der Blütezeit später. Grüne Laubblätter.
  • Molinia coerulea ‘Jahreslauf’ – 2017 – Ein durch das ganze Jahr über sehr attraktive Pfeifengras, breite Blätter, dunkle Halme und Blüten, straffer Wuchs.
  • Ranunculus ficaria ‘Silver Brambling’ – 2018 – Aus ‘Brambling’ entstandene Sorte, mit lebhaft silbergrauem Blatt und einfacher, gelber Blüte.
  • Aster x amethystinum ‘Herbstleuchten’ – 2018 – Das rote Gegenstück zur hellblauen ‘Freiburg und der rosa ‘Kylie’.  Kleinblumig, dabei sehr gesund und standfest.
  • Phlox paniculata ‘Erich’ – 2019 – Hellila Blüten, rotes Auge, sehr kleinblumig! Die Dolden haben einen Durchmesser von nur 12 cm, die Einzelblüte max. 1,5 cm! Sehr lange nachblühend!
  • Phlox paniculata ‘König Drosselbart’- 2019 –  Graublau, sehr kleinblumig, dichte Kuppeln!
  • Phlox paniculata ‘Fundevogel’  – 2019 –  Kleine, rosa Blüten, die ein verschwommenes Auge aufweisen. Bemerkenswert ist der flache, tellerartige Blütenstand
  • Phlox paniculata ‘Lieschen Müller’ – 2019 – Hellrosa, rötliche Blütenröhren, sehr kontrastreich, mittelgroße Blüten. Wüchsig, reichblühend und sehr gesund!
  • Phlox paniculata ‘Rumpelstilzchen’ – 2019 – Rosarot, rötliches Auge, kleine Blüten, blüht sehr spät ab September
  • Primula x pubescens ‘Drakula’ – 2020 –  Leicht gefranst, dunkel, gelbe Mitte
  • Primula x pubescens ‘Art Nouveau’ – 2020 –    Rötliche Blüten, gelbe Mitte, gute Gartenaurikelsorte
  • Galanthus nivalis ‘Struwwelpeter’ – 2020 – Innere Sepalen langgestreckt, halbgefüllt
  • Galanthus nivalis ‘Spätzünder’ -2020 –  Sehr spät blühende Sorte, einfachblühend
  • Galanthus nivalis ‘Puppenglöckchen’  – 2020 – extrem kleinblumig und nur 5 cm hoch
  • Galanthus nivalis ‘Reifrock’ – 2020 – sehr breite äußere Tepalen, so dass die Blüte wie ein kleiner Reifrock wirkt!
  • Nepeta kubanica ‘Habakuk’ – 2020 – panaschierte, weißbunte Auslese, dunkellila Blüten. Schlägt gelegentlich zurück.
  • Delosperma ‘Mondlicht’ – 2021 – fahlgelbe, kleine Blüten. Selektiert aus ‘Luna’. Dieser Farbton ist im Sortiment der Mittagsblumen noch nicht vorhanden!

 

 

“Reise doch, bleibe doch!”    —    Karl Foerster

Gypsophila aretioides am Damavand, Iran, Mai 2015)

Vita

Christian Heinrich Kreß wurde in Stuttgart/Deutschland geboren und wuchs östlich von Basel im südbadischen Laufenburg am Hochrhein auf. Schule war ihm die meiste Zeit über eher ein notwendiges Übel. Er zeigte dagegen von frühester Kindheit großes Interesse an fremden Völkern und deren Geschichte, besonders erfreute er sich an der Natur, an Tieren und Pflanzen. Schon während des frühen Vorschulalters hatte er seinen eigenen, kleinen Gemüsegarten. Die Gene zum Gärtnern bekam er von seinem Vater, aber auch von seiner Großmutter in die Wiege gelegt, die sein Interesse hierzu maßgeblich förderten. Als Teenager interessierte er sich neben Versteinerungen und Tieren aller Art auch für Pflanzen, besonders für Farne, aber auch für einheimische Orchideen, die er im nahen Schweizer Jura und im südlichen Schwarzwald entdeckte, dokumentierte und fotografisch festhielt. In dieser Weise wurde er von vielen Gleichaltrigen als Sonderling, ja als eine Art Exot betrachtet. Wer interessiert sich als Jugendlicher schon für Pflanzen? In weiterer Folge faszinierten ihn die tropischen Orchideen, worauf hin er eigentlich Orchideengärtner werden wollte, um später in entlegene Gefilde der Erde zu reisen, um diese zu suchen und am Heimatstandort zu fotografieren.

Mangels geeigneter Lehrstelle in einer Orchideengärtnerei entschied er sich dann trotzdem für eine normale Gärtnerlehre bei Gartenbau Grass in seinem Heimatort Laufenburg, wo er die Ausbildung zum Gärtner (Fachbereich Zierpflanzenbau) in einer verkürzten Lehrzeit von zwei Jahren absolvierte. Trotz dieser beinharten Lehrjahre bereute er diesen beschrittenen Weg im Nachhinein keineswegs! Ein Zehnstundentag war damals gelebte Realität, eine 6-Tage -Woche ebenfalls. Doch hier wurde ihm das pure Handwerk und die Basis allen Gärtnerns auf beste Weise mit auf den Weg gegeben. Neben der Aufzucht von Cyclamen, Primeln, Sommerflor, den Weihnachtssternen und Hortensien wurde Christian auch in floristische, sowie landschaftsgärtnerische Tätigkeiten eingearbeitet. Dies wurde damals seitens des für Ausbildung verantwortlichen Regierungspräsidiums gar nicht gerne gesehen, doch im Nachhinein war Christian für diese vielseitige gärtnerische Ausbildung sehr dankbar und schloss die Ausbildung mit gutem Erfolg ab. Eine allumfassende Lehre in einem Kleinbetrieb war seiner Meinung nach für eine gärtnerische Grundausbildung wesentlich zielführender als in einem Spezialbetrieb, wo man lediglich eine sehr eingeschränkte Facette des Gartenbaus erfährt.

Ein Mitarbeiter von Gartenbau Grass arbeitete zu früheren Zeiten bei Karl Foerster in Bornim und so erfuhr Christian überhaupt das erste Mal von der Existenz einer Staudengärtnerei. Und noch während seiner Lehrzeit fuhr er eines schönen Tages mit seinem Mofa durch das nahegelegene Markgräflerland südlich von Freiburg und entdeckte durch reinen Zufall die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin, die ihm die Augen für die weite Welt der Stauden öffnete und gab ihm hiermit die Initialzündung für einen langen Lebensweg mit Stauden.

Nach dem Präsenzdienst in Speyer bewarb sich Christian für eine Stelle in der Staudenabteilung der in der Schweiz weitum bekannten Großbaumschule Hauenstein in Rafz, nördlich von Zürich. Sein damaliger, vorgesetzter Obergärtner Domenico Tommasini war es, der in ihm die Begeisterung für Stauden ausbaute, der ihn in die Vermehrung und Kultur einwies, ihm desweiteren den Zugang zur Internationalen Staudenunion öffnete, ja überhaupt in ihm das Reisefieber erneut weckte. Nicht nur, um fremde Länder und Völker kennenzulernen, sondern möglichst eine Menge der in Kultur befindlichen Stauden in der freien Natur zu entdecken, zu sehen, wie sie dort wachsen und gedeihen und um diese zu fotografieren.

Bei Hauenstein in Rafz war Christian hauptsächlich im Versand tätig, aber auch in der Staudenvermehrung. So lernte er nach kürzester Zeit das Grundsortiment der Stauden kennen, fand nebenbei auch großes Interesse am dortigen, enorm breiten Gehölzsortiment. Schon während dieser Schweizer Praxisjahre suchte er seinen ersten Kontakt zu Staudengärtnereien wie Kayser und Seibert, Dr. Hans Simon und die Alpenpflanzengärtnereien Jacob Eschmann, Hans Frei und anderen. Einige fachliche Reisen unternahm er damals gemeinsam mit Fritz Hauenstein, unter anderem nach Dänemark und Norddeutschland zu zahlreichen Baumschulbetrieben und Staudengärtnereien.

Während seiner Schweizer Volontärzeit bekam er eines Tages von Staudengärtner Hans Frei die Adresse der Vasteplantenkwekerij van Delft in Noordwijkerhout in Holland. Diese Gärtnerei war ein Alpenpflanzenspezialbetrieb, wo er sich als Volontär bewarb. Während seines Aufenthaltes in den Niederlanden erlernte Christian nicht nur die Sprache, sondern er nutzte seine Zeit in Holland äußerst intensiv, um sich beruflich in Stauden zu vertiefen. Mit seinem damaligen “Boss” Luite van Delft pflegte er von Beginn an ein langandauerndes, freundschaftliches Verhältnis, ein in der internationalen Staudenwelt sehr geschätzter und vielbeachteter Staudenkenner, mit einem breit angelegten Wissen, beileibe nicht nur für alpine Stauden!

Er sorgte für eine sehr wichtige Phase in Christians gärtnerischen Leben, er erfuhr von ihm viele Tricks und Kniffe in Sachen rationellem Arbeiten und spezieller Staudenvermehrung, welche man in Büchern vergeblich sucht. In seiner Freizeit besuchte Christian jede Menge an Botanischen Gärten, Arboreten und Privatgärten, er hatte auch genügend Gelegenheit, die Vermarktungsmethoden und industrielle Pflanzenproduktion in den Niederlanden intensiv kennenzulernen. Und er legte hier in den Niederlanden den Grundstein für eine weitere Leidenschaft, nämlich das Sammeln und Studieren von neuerer, aber auch antiquarischer, gärtnerischer und botanischer Fachliteratur. Geld blieb ihm dabei naturgemäß kaum übrig!

Jeder ambitionierte Gärtner sollte sich irgendwann um einen beruflichen Abschluss bemühen. Für Christian kam der Gärtnermeister, der Diplomingenieur FH oder der Gartenbautechniker infrage. Er entschied sich für letzteres, einem speziellem, viersemestrigem Studium an der Staatsschule für Gartenbau der Universität Hohenheim nahe Stuttgart. Diese zwei Jahre waren geprägt von Pauken und Büffeln, von Gelerntem und dessen Wiedergabe, von Aufnahmeprüfung, Probezeit, Zwischenprüfung und abschließender Klausur. Rückblickend empfand Christian vieles Erlernte dieser Zeit nicht nur als äußerst praxisfern, etliches davon war nur allzu theoretisch. Aber er war danach immerhin befähigt, einen Betrieb zu leiten und durfte vor allem auch Lehrlinge ausbilden, hatte einen Berufstitel, dem er in seinem Fall allerdings nie viel Bedeutung zumaß. Er war der Auffassung, dass neben einer fundierten, theoretischen Grundlagenausbildung vor allem die Praxisjahre in renommierten Betrieben zählte und vor allem, wie man sich diese Zeit zunutze macht, um dabei den so vielzitierten Blick hinter den Horizont nicht außeracht zu lassen. Bevor Christian eine leitende Stelle bei Stauden Feldweber in Österreich antrat, war nach seiner Hohenheimer Zeit erst einmal eine längere Reise angesagt. Das Fernweh plagte ihn zeit seines Lebens, er war regelrecht reisesüchtig nach Ländern, ihren Menschen, ihrer Kultur und natürlich der jeweiligen Vegetation. (Untenstehend in chronologischer Reihenfolge seine vielen Reiseziele)

Die Staudengärtnerei Feldweber in Ort im Innkreis sollte die Wirkungsstätte der kommenden acht Jahre werden. Hier zeichnete Christian für die Vermehrung und Aufbau eines großen Staudensortimentes, die Sortimentsentwicklung und die Lehrlingsausbildung verantwortlich. Hier im oberösterreichischen Innviertel lernte er auch seine Frau kennen, mit der er drei Töchter großzog. Christian war es zu verdanken, dass aus einem gemischten Betrieb mit Schwerpunkt Stauden, aber angeschlossener Baumschule, Floristik und Gartengestaltung innerhalb weniger Jahre eine weitum bekannte Staudengärtnerei mit einem breiten Sortiment wurde, welche damals Gartencenter, Baumschulen, Gartengestalter und in zunehmendem Maße auch Privatkunden bediente.

Parallel hierzu startete er seine umfangreiche Vortragstätigkeit und innitierte Anfang der 90er-Jahr die Langenloiser Staudentage, die er 20 x organisierte und moderierte. Die Staudentage stellen damals wie heute heute die Paradeveranstaltung des bekannten, niederösterreichischen Bildungszentrums in der Gartenbauschule Langenlois. Mit den Jahren entwickelte sich Christian ganz allgemein zu einem gefragten Referenten, sei es bei Gartenbauvereinen, der Gesellschaft der Staudenfreunde oder für diverse Weiterbildungsveranstaltungen vor Fachpublikum, wie beispielsweise bei den Grünberger Staudentage, besonders im deutschsprachigem Ausland. Über die Jahre wurden zahlreiche Artikel für Fachjournale und Hobby-Gartenzeitschriften geschrieben. Und in den Wintermonaten unterrichtete er in lockerer Folge Staudenkunde an Meisterkursen, speziell Sortimentskunde und Staudenverwendung in den unterschiedlichsten Bundesländern Österreichs.

Christian wurde von den österreichischen Staudengärtnern Ende der 80er-Jahre zum österreichischen Sichtungsdelegierten der Internationalen Staudenunion (I.S.U.) gewählt, ihm oblag für 12 Jahre die Verantwortung der Sortimente im Staudensichtungsgarten Königshof nahe des burgenländischen Seewinkels. Nebenbei organisierte er in dieser Zeit drei botanische Exkursionen für die I.S.U. In den 80er und 90er-Jahre begann Christian oft nach Großbritannien zu reisen und knüpfte dort ihm wertvolle Verbindungen zu Gleichgesinnten, zu Botanischen Gärten, Privatleuten und Staudengärtnern. Überhaupt waren für ihn besonders alle internationale Kontakte sinnstiftend und von großer Wichtigkeit, mit der Zeit entstanden Verbindungen zu Staudenspezialisten aus vielen Ländern, sei es nach Deutschland, Frankreich, Polen, Tschechien, den Skandinavischen Ländern und seit kurzem auch in die USA. Ein Schlüsselerlebnis für ihn war jedoch die Verbindung zu jenen so erfolgreichen, russischen Phloxzüchtern, hier war er vermutlich überhaupt der erste, westliche Staudengärtner, welcher den Kontakt aufnahm.

Im Jahre 1995 machte sich Christian in Ort im Innkreis mit einer eigenen Staudengärtnerei selbständig. Der Start begann im wahrsten Sinne des Wortes “auf der grünen Wiese”, sehr mühsam, aber immerhin stetig. Zunächst wurde nach und nach das Sortiment aufgebaut, die Infrastruktur erstellt und Ambiente geschaffen. Er beschritt mit den Jahren seinen ganz eigenen Weg und ließ sich nicht durch Beispiele anderer Betriebe oder Verkaufsberater beirren. Es dauerte rund 10 Jahre, bis er die Leistungsfähigkeit eines speziellen Sortimentsbetriebes für den Endkunden auf die Beine stellte und weitere fünf Jahre, um zu einer größeren Bekanntheit zu gelangen. In Fachkreisen konnte er sich schon zuvor einen Namen schaffen, jedoch längst nicht bei seinen zukünftigen Privatkunden! Dabei kamen ihm die seit den späten 90er-Jahre aufkommenden Gartentage und Pflanzenbörsen zugute, die für ein breiter aufgestelltes Publikum sorgten.

Das Internetzeitalter hatte auch im Gartenbau längst Einzug gehalten und so wurde 2010 ein Webshop für  Onlinebestellungen geschaffen. Dieser verschlang zunächst enorm viel Zeit und vor allem Geld, sorgte aber für einen stetig wachsenden Absatz. In der Staudengärtnerei selbst legte Christian sehr viel Wert auf Ambiente und setzte auf kundenfreundliche Gestaltung in jedweder Hinsicht. Eine seiner großen Vorbilder für den eigenen Betrieb war Beth Chatto, deren Gärtnerei und Schaugarten in Colchester für ihn das verkörperte, was ihm als Idealbild vorschwebte. Schaugärten und Produktion, breit aufgestelltes Sortiment, Detailverkauf und Versand, Neueinführungen und Raritäten neben Allerweltsstauden, keine Massenproduktion, sondern gelebte Staudenkultur auf vielfältigster Weise!

Der Staudenverwendung wurde ebenfalls viel Bedeutung zuerkannt, in erster Linie wohl in seiner Gärtnerei in den Schaugärten. Früher wurden aber auch außerhalb etliche Garten- und Themenprojekte verwirklicht, denn auch diese Arbeiten gehörten nach Christians Auffassung zum Renommee eines Staudengärtners. Einen Namen hatte er sich ganz besonders in Sachen Verkehrsinselbegrünung zugelegt. Bei einigen Landesgartenschauen in Österreich (Krenglbach, Bad Hall, Vöcklabruck) sah man seine Art, Stauden zu verwenden, sowie Staudenbeete und Präriegärten bei vielen Privatkunden. Und sein wohl größtes Alpinum mit sagenhaften 700 qm Fläche verwirklichte er am Niederrhein beim Kollegen Klaus Peters in Kranenburg.

Mit den Jahren und seinem intensiven Umgang mit Stauden aller Art kamen auch eine Menge eigener Selektionen auf den Markt, allen voran seine Campanula ‘Sarastro’, die der Gärtnerei zu ihrem Namen verhalf. Eine Auflistung seiner eigenen Züchtungen findet der Leser gleich oberhalb der Vita von Christian Kreß. Einige der Züchtungen wurden international prämiert. Das Aufspüren von Neuheiten und das Selektieren von Stauden geschah stets nebenbei, das Reisen zu den Naturstandorten jedoch zählte schon immer zu den Höhepunkten in seinem Leben. Die Gärtnerei nahm mit der Zeit einen völlig eigenen Charakter an, es war eine Art Mischung aus Anzuchtsbetrieb und Schaugarten.

Christian mit einer bestimmten Staudengattung in Verbindung zu bringen, wäre wohl zu kurz gegriffen. Seine Pflanzenkenntnisse und Interessensgebiete sind sehr breit aufgestellt und nicht auf ein Spezialgebiet festzulegen! Zu seiner engsten “Seelenverwandschaft” der internationalen Staudenfamilie gehören eine Menge gleichgesinnter, eng befreundeter Pflanzennarren, unter anderen Georg Uebelhart, Ewald Hügin, Ulli Fischer, Sebastian Ehrl, Georg Mayer, Michael Dreisvogt, Hans Kramer, Eugen Schleipfer, Hermann Fuchs, Coen Jansen, Manfred Herian, Klaus Oetjen, Svetlana Voronina, Michael Münch, um nur ein paar wenige zu nennen.

Ganz besonders beeinflusste ihn aber der Vater aller Staudengärtner im deutschsprachigen Raum, der Staudenzüchter und Gartenphilosoph Karl Foerster aus Bornim, der mit seinen Schriften und Büchern und der darin enthaltenen, ureigenen Philosophie für Christian eine Art geistiger Wegbegleiter wurde. Karl Foerster starb 1970, aber sein Ideal lebte in so vielen Dingen weiter. Christian hatte im Laufe der Jahre drei eigene Bücher geschrieben (“Meine Welt der Stauden”, “Faszination Stauden”, “Liebe Pamina, hallo Papageno!”) und war bei drei weiteren Büchern als Co-Autor involviert (“Blackbox-Gardening”, “Die Sonnenblume” und “Jelitto-Schacht-Simon – Die Freiland-Schmuckstauden”, in dem er 65 Gattungen bearbeitete).

“Blackbox Gardening” und “Meine Welt der Stauden” wurden Bestseller und bekamen Literaturpreise. Das Schreiben von Fachartikeln für die “Gartenpraxis”, “Der Staudengarten”, “Schweizer Garten”, “Grüner Anzeiger”, sowie gelegentlich für einige weitere Journale ist seit Jahrzehnten eine wichtige Nebentätigkeit in seinem Gärtnerleben.

Um das Jahr 2012 wurde mit dem inzwischen schon legendären, monatlichen Sarastro-Rundbrief begonnen, welcher inzwischen an rund 8.000 Adressen verschickt wird. Auch hier handelte Christian nach seiner Maxime “Seinen eigenen Weg beschreiten und dabei stets Spuren der Begeisterung hinterlassen”. Dieser sehr persönlich gehaltene Rundbrief beginnt mit “Liebe Pamina, hallo Papageno!” und endet mit “Dein Staudengärtner Sarastro”. Aus diesen Rundbriefen wurde 2021 ein Buch unter selbigem Titel geschaffen!

Christians Reisetätigkeit in die unterschiedlichsten Regionen der Welt, im speziellen botanische Exkursionen, sowie kulturell geprägte Reisen

  • 1979 Mexiko (Kultur und Landschaft im zentralen Hochland)
  • 1980 Griechenland (Olymp – bot. Exkursionen), Jugoslawien, West-Türkei
  • 1981 Spanien (Pyrenäen), Südfrankreich (mit dem Rucksack)
  • 1982 Griechenland (Olymp – bot. Exkursion), Jugoslawien (Velebit, Bosnien), Rumänien
  • 1983 Indien (Kaschmir und Ladakh bis Südindien), Nepal (Himalaya-Trekking), Sri Lanka (5 Monate mit dem Rucksack)
  • 1984 Botanische ISU-Exkursion Dauphine (Frankreich)
  • 1985 Botanische ISU-Exkursion Pyrenäen (Frankreich)
  • 1985 Türkei (Südwesten, auf eigene Faust)
  • 1986 Ägypten (von Abu Simbel bis Kairo, mit dem Rucksack)
  • 1986 Botanische ISU-Exkursion Südtirol (Sextener Dolomiten)
  • 1987 Syrien, Südosttürkei (mit dem Bus)
  • 1987 England (Gärtnereien, Parks)
  • 1988 Türkei  (Osten, Nordosten)
  • 1989 England, Schottland (Gärtnereien)
  • 1990 Algerien (von Algier bis Tamanrasset im Hoggar, auf eigene Faust)
  • 1991 Jemen  (Nord- und Südjemen, von der Küste bis ins Gebirge, mit dem Rucksack)
  • 1992 Griechenland (Botanische Exkursion für ISU in Nordgriechenland, Leitung CK)
  • 1994 Marokko (Atlasgebirge und Königsstädte)
  • 1997 Österreich (Botanische Exkursion für ISU Totes Gebirge, Leitung CK)
  • 1998 England (Gärtnereien, Parks)
  • 1999 Kroatien, Bosnien (Velebit-, Biokovo-Gebirge)
  • 2000 England (Monksilver Nursery Open Day – Verkauf)
  • 2002 England (Galanthus –Gala)
  • 2003 Kreta
  • 2004 Österreich (Botanische Exkursion Seewinkel/Burgenland, Leitung CK)
  • 2004 Kreta
  • 2005 Kreta  (Botanische Wanderungen)
  • 2006 Neuseeland (Flora, Privatgärten)
  • 2007 Mexiko (Gebiet um Popocatepetl, sowie zentrales Hochland und Pazifikküste)
  • 2010 Portugal  (historische Gärten)
  • 2011 Russland (private Gärten und Phloxausstellung)
  • 2012 Polen (Botanische Gärten, Parks)
  • 2013 Russland (Phlox-Ausstellung, Besuch von Phloxzüchtern, Vortrag, Ehrengast bei Prämierung von Phloxneuheiten)
  • 2014 Zypern (kreuz und quer, inkl. Nordzypern)
  • 2014 Österreich (Botanische Exkursion Totes Gebirge, Höllengebirge, Leitung CK)
  • 2015 Iran (Botanische Exkursion in das Zagros- und Alborzgebirge, Damavand, Kaspisches Meer)
  • 2015 Italien (Campanien)
  • 2016 Estland  (Besuch bei Phloxzüchtern, sowie Natur und Privatgärten, Botanische Gärten)
  • 2016 Kyrgysztan (Kirgisien, bot. Exkursion im Norden und Osten)
  • 2016 Russland  (Großraum Moskau, Besuch bei Phloxzüchtern, Phloxausstellung)
  • 2016 Russland  (Seminarleiter und Vortragender für Landschaftsplaner und Staudenverwender in StP, Engl.)
  • 2017 Ukraine (Seminarleiter und Vortragender für Landschaftsplaner und Staudenverwender in Kijev, Engl.)
  • 2018 Kanaren (Lanzarote, Fuerteventura, Flora)
  • 2018 USA  (Perennial Plant Association (PPA) Jahrestagung, Fachvorträge und Präsentationen CK)
  • 2018 USA  (Appalachen, Präsentation im Raulston Arboretum, Besichtigung div. Gärten)
  • 2019 Ecuador  (Vom Regenwald zum Cotopaxi, botanische Wanderungen)
  • 2019 Island (Botanische Gärten, Natur)
  • 2020 Kanaren (Tenerife und El Hierro, Pflanzen)
  • 2021 Albanien (Südliche Gebirge, Viossa-Tal)
  • 2021 Finnland (Finnisch-Lappland)
  • 2022 Deutschland (Pagelssymposium in Papenburg,  Präsentation “Individualismus statt Uniformismus”)
  • 2022 Lettland, Litauen (Hochmoore, Kurische Nehrung, Keynote Speaker bei Garden Style in Vilnius, einschließlich Workshop)

Dazwischen immer wieder auch Fachexkursionen, Delegiertenversammlungen der ISU, Betriebsbesichtigungen bei Staudengärtnerkollegen, Vortragsreisen und etliche Gartenbesuche bei Privatleuten und Hobbygärtnern